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PRESSEMELDUNGEN

22. Oktober 2009

Radikale Veränderungen prägen die Finanzwelt bis 2020

Die Finanzbranche verändert sich in ihren Strukturen, Produkten und Serviceleistungen radikal. Experten erwarten eine Konsolidierung in mehreren Wellen. Während sich die Kunden im Internet um Finanz- und Produktoptimierung kümmern, verschärft sich der Wettbewerb unter den Anbietern. Diese werden sich auf Nischen spezialisieren. Parallel führt der Kostendruck zur Standardisierung der Finanzmarktprodukte.

Ergebnisse von mehreren BBE-RETAIL-EXPERTS Befragungen, durchgeführt bei Finanzdienstleistern zwischen Mai und September 2009. Ein zentrales Thema: Der lange Weg aus der Krise. Das Wachstum werde über Jahre hinweg schwächer sein als in den Jahren vor der Krise. Dabei trenne sich bei den Banken die Spreu vom Weizen - böse Überraschungen nicht ausgeschlossen.

Von 2000 bis 2008 ist die Zahl der Banken und Sparkassen um 23% auf 2.144 gesunken und wird bis zum Jahr 2020 um weitere 34% zurückgehen. Auch andere Anbieter werden Federn lassen: 2000 bis 2008 ging die Zahl der Versicherungsunternehmen um 14% zurück, bis 2020 wird sie noch einmal um 17% auf 503 sinken. Dabei wird die Zahl der Lebensversicherungen, die sich schon von 2000 bis 2008 um 26% verringerte, bis 2020 um rund ein Fünftel auf nur noch 78 Lebensversicherer zurückgehen.

Neben einem höheren Wettbewerb bestimmt ein starkes Wachstum in der Altersvorsorge den Markt. Geldanlagen in Altersvorsorgeprodukten werden bis 2020 um mehr als 38% auf dann 8,73 Billionen € zulegen. Das ist überdurchschnittlich: Während von 2000 bis 2008 das Bruttoinlandsprodukt um rund 20% zulegte, beziffert sich der Zuwachs im Vermögensbestand Private Altersvorsorge auf rund 28%.

„Die für 2020 vorhergesagten Verschiebungen in der Altersstruktur haben vor allem Auswirkungen auf Marketing und Vertrieb. Die Zielgruppe 50 plus gewinnt sowohl im Bestands- als auch im Neukundengeschäft erheblich an Bedeutung. Speziell auf ältere Menschen zugeschnittene Produkte werden somit für den Erfolg der Banken immer wichtiger“, darauf weist Dr. Jörg Sieweck, Branchenexperte und Autor der Studie, ausdrücklich hin.


Grafik: Massive demografische Belastungen, Reformstau und eine Mittelschicht, die unter Druck gerät, weil die wirtschaftliche Basis für den Wohlstand entfällt: Hinter der Zunahme der verfügbaren Einkommen von rund 16% bis 2020 steht eine zunehmende Ungleichverteilung.

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Zur Studie
Titel: Branchenreport Finanzmarkt 2020
Umfang: 393 Seiten mit 206 Tabellen und 43 Übersichten
Preis: 1.250,- Euro zzgl. MwSt.

Pressekontakt
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Am Hammergraben 14, D-56567 Neuwied
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