21. Oktober 2009
Sanitätswarenbranche behauptet sich im chancenreichen Gesundheitsmarkt
Der Markt für Sanitätswaren ist Bestandteil des strategischen Geschäftsfeldes Gesundheit und stellt mit einem Gesamtvolumen von derzeit 7,3 Milliarden Euro knapp 42 % des Geschäftsfeldes, das mit Augenoptik, Hörgeräten und OTC (Selbstmedikation über Apotheken, Drogeriemärkte, Lebensmittelhandel, Versandhandel) über weitere wachstumsstarke Märkte verfügt.
Die Sanitätswarenbranche ist weiterhin stark durch gesetzgeberische Reglementierungen betroffen. Ausschreibungen, Festbeträge und Vertragspreise haben die Preisspirale in der Versorgung mit Hilfsmitteln weiter nach unten gedreht, so dass manchen Versorgungsbereichen hohe Umsatzbeträge entzogen wurden. Insgesamt konnte im Vergleich zum Vorjahr 2007 noch ein Umsatzplus von 0,6% erzielt werden.
Zukünftig ist mit weiteren Überarbeitungen der Hilfsmittelverzeichnisse und der Festbetragsverfahren zu rechnen. Insofern wird sich der Markt für Sanitätswaren auch zukünftig nur sehr langsam hin zu einem „normalen“ Konsumgütermarkt bewegen und die üblichen Marktmechanismen zwischen Angebot und Nachfrage werden noch eine Weile auf sich warten lassen. Die Bedeutung von Kassenleistungen bleibt weiterhin sehr hoch.
Auch wenn der klassische Fachbetrieb OT/OST/Sanitätshaus immer noch der wichtigste und umsatzstärkste Vertriebskanal ist, so hat er schon lange seine Alleinstellungsposition verloren und andere Anbieter konnten einen bedeutenden Anteil am Gesamtmarkt generieren. Eine Reihe von freiverkäuflichen Hilfsmitteln haben sich hin zu normalen Konsumgütern entwickelt und werden von Apotheken als Zusatzsortiment geführt oder finden als Aktionsware Zugang im Lebensmitteleinzelhandel, bei den Drogeriemärkten, im Versandhandel oder bei Postenanbietern wie Tchibo, Strauss Innovation etc.
„Die Sanitätswarenbranche hat sich operativ und strategisch mit den Herausforderungen des Gesundheitsmarktes auseinanderzusetzen, um die bestehenden Wachstumschancen der Branche zu nutzen“, konstatiert Jörg Meding, Senior Consultant der BBE RETAIL EXPERTS. „Als Einzelkämpfer ist dieses aber nur noch schwer zu realisieren – Kooperationen, Einkaufsgemeinschaften, Netzwerke mit Ärzten, medizinischen Versorgungszentren, Krankenkassen und Kliniken sind die Stichpunkte für zukünftige Erfolgsmodelle“, so die Überzeugung des BBE-Handelsexperten Jörg Meding.

Grafik: Die Marktanteile der Sanitätswaren-Vertriebswege 2008
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Titel: Branchenfokus Sanitätswaren
Umfang: 48 Seiten mit 6 Tabellen und 17 Übersichten
Preis: 850,- Euro zzgl. MwSt.
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