13. Januar 2010
Aktuelle BBE-Fashion-Studie: Qualität gewinnt weiter gegenüber reinem Preiskauf
2009 bezifferte sich das Fashion-Marktvolumen auf 53 Mrd. €. Davon entfallen 30% auf Damenbekleidung. Weniger, aber ebenfalls hochwertig kauften die Herren, sorgen damit für ein leichtes Wachstum. Diese Stabilität erwarten die BBE RETAIL EXPERTS auch für die nächsten Jahre. Grundlegende, weniger rosige Konsumtendenzen dürften aber auch diese Branche beeinträchtigen.
Mit 66% Anteil dominiert der Fachhandel 2009 weiterhin den Fashion-Markt. Für ein Kundenpotenzial von rund 32,5 Mio. Verbrauchern, insbesondere für „gereifte Familien“ ist dieser Vertriebsweg zentraler Anlaufpunkt. Doch der Wettbewerb wird stärker. Hansjürgen Heinick und Caroline Brockmann, Autoren des jüngsten BBE-Branchenreports Fashion, sehen in den vertikalen Händlern wie C&A, H&M oder Zara die größte Konkurrenz für den Fachhandel. Sie punkten insbesondere bei jüngeren Käufergruppen.
Deutlich erkennbar ist der Trend zur Sortimentsübergreifenden Markenorientierung. Ziel dabei: Profilierung und Differenzierung des Geschäfts mit Mode- und Outfitkompetenz. Vor allem die dominierenden Bekleidungs-Filialisten wandeln sich damit vom Bekleidungshändler zum Fashion-Anbieter.
Trotz anhaltendem Preisdruck macht sich im Käuferverhalten ein wachsendes Interesse an Wertigkeit bemerkbar. Seit 2006 gewinnt der Qualitäts-/Premiummarkt. Für die Experten der Kölner BBE ein Zukunftstrend, denn auch in derzeit drohenden schwierigen Zeiten gewinne der Qualitätsaspekt weiter gegenüber dem reinen Preiskauf. Dabei könne Wertigkeit auch Nachhaltigkeit bedeuten.
Bildmaterial:
Grafik: Vertikale Systeme haben den Fashion-Markt fest im Griff.
Es gibt allerdings deutliche Unterschiede in den Vertikalisierungsgraden.
Alleine in den letzten drei Jahren haben sich die Marktanteile
weiter in Richtung vertikal vernetzter Systeme verschoben. Sogenannte
Händlermarken besetzen mittlerweile ein Viertel des Marktes
für Damen- und Herrenbekleidung. Monolabel- oder Partnerstores
der Hersteller konnten um mehr als zwei Prozentpunkte zulegen
und Flächensysteme gewannen drei Prozentpunkte. Flächenbereinigt
erweist sich der anhaltende Markterfolg allerdings mehr als
Potenzialabschöpfung, denn als Zuwachs in etablierten Märkten.
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Titel: Branchenreport Fashion 2010
Umfang: 200 Seiten mit 156 Übersichten
Preis: 2.250,- Euro zzgl. MwSt.
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